Standards

© Markus Henneke

Wohnungsbau in Zeiten großer Nachfrage und geringem Angebot war und ist immer wieder konfrontiert mit der Forderung: „Standards senken“ – kurzfristig, schnell, Wohnungsbau. Begonnen mit der “Wohnung für das Existenzminimum” über den Appell an das bedarfsgerechte Wohnen bis zur aktuellen Debatte um den Mangel an preisgünstigen Wohnungen, ist es das Ziel schneller mehr Wohnungen zu erstellen. Doch was bedeutet das heute? Lässt sich der Prozess der Planung optimieren? Lassen sich Planungszeit und Planungsaufwand verkürzen? Soll baulich vereinfacht werden – dünnere Wände, niedrigere Decken, weniger Dämmung? Ist die Lösung eine Flexibilisierung der Normen im Bau oder in der Stadtplanung? Oder geht es im Gegensatz um Luxus für alle? Die Forderung ist en vogue, doch was sind die Konsequenzen. Verschiedene Sanierungswellen und der Rückbau nach dem Wohnungsbauboom der BRD und dem Typenbau der DDR haben gezeigt, dass niedrige Standards viele der Probleme nur nach Morgen vertagt haben.