Performativität – Emanzipation und die Freiheit in der Stadtluft

Ist Emanzipation, im Sinne der Selbstkonstituierung eines Menschen, die Grundlage von Stadtentwicklung und Integration? Sich unabhängig von Herkunft als Stadtmensch zu definieren oder in der Anonymität der Großstadt selbst neu zu erfinden, war stets Hauptanziehungspunkt von Stadt. Dieses Prinzip der Performativität, d.h. sich schlichtweg durch den Akt der eigenen Ermächtigung selbst definieren zu können, ist heutzutage in der Lebenswirklichkeit vieler Menschen das letztendlich eingelöste Versprechen der „Stadtluft“. Ein sozialer Akt und grundlegend für die hoch geschätzte freiheitliche Gesellschaft, egal ob einer Minderheit oder der sogenannten Mehrheit angehörig; und nichts anderes als der Kern der Gender-Thematik, die dafür deshalb so signifikant ist, weil sie – ausgehend von Frau und Mann – die gesamte Bevölkerung betrifft. Doch jedwede Bestrebung sich innerhalb einer Gesellschaft selbst zu konstituieren, steht gegenüber sozialen und institutionellen Bedingungen und Rollenbildern, die im negativen Fall als Hürde und Zwang auftreten. Die Entstehung von Stadtgesellschaft und Integration ergeben somit ein performatives System, bei dem Freiheit nicht ohne Anonymität oder Fremdheit einhergeht, allerdings auch Differenzierung nicht ohne Inklusion und Emanzipation nicht ohne Prinzipien oder Normen. Die Veranstaltung zielt darauf ab die Entwicklung der Stadt unter dem Begriff Performativität zu diskutieren und damit die Besonderheit des Zusammenspiels zwischen Stadt, Stadtmensch und Stadtgesellschaft weiter auszuleuchten.

Keywords: Performativität und Stadtentwicklung | Emanzipation, Selbstkonstituierung und Gender-Debatte | Freiheitsbegriff und Stadtgesellschaft

Video (Diskussion)

Video (Einführung)

Performativity – Freedom in the City Air and Emancipation

© zukunftsgeraeusche

Is emancipation, in the sense of the self-constitution of a human being, the basis of urban development and integration? To define oneself independently of the own origin as an urban citizen or to reinvent oneself in the anonymity of the city was always main attraction of the city. This principle of performativity, i.e. to be able to define oneself simply by the act of one’s own empowerment, nowadays, in the life-reality of many people is the ultimately fulfilled promise of the “city air”. A social act and fundamental to the highly esteemed free society, whether being a part of a minority or the so-called majority; and nothing more than the core of the gender debate, which is so significant because – beginning with both women and men – it affects the entire population. Yet every effort to establish itself within a society is opposed to social and institutional conditions and roles, which in the negative case appear as hurdles and constraints. The emergence of the urban society and integration thus result in a performative system in which freedom comes not along without anonymity or strangeness, but also differentiation not without inclusion and emancipation not without principles or norms. The purpose of the event is to discuss the development of the city under the concept of performativity for further illuminating the specificity of the interplay between the city, the urban citizen and the urban society.

Keywords: Performativity and urban development | Emancipation, self -constitution and gender debate | Concept of freedom and urban society

Video (Discussion)

Video (Introduction)