Schlafende Hunde

Während des Lockdowns im November werde ich meine Skulpturenserie Schlafende Hunde nach draußen holen und für dokumentarische Zwecke auf der Insel des Kreisverkehrs platzieren, fotografieren und filmend umkreisen. Sowohl die Kreisbewegung der Kamera, als auch der Ort des Kreisverkehrs stehen damit in Korrespondenz zu den Skulpturen. Schlafende Hunde ist eine Serie von elliptischen Keramik-Ringen, auf die zerschnittene Schlafsäcke aufgezogen sind. Sie sind eine skulpturale Annäherung an den Mythen umrankten Philosophen Diogenes von Synope, der in selbstgewählter „hündischer“ Weise auf der Straße lebte, um dort, bescheiden und mittellos, denkend zu wirken und zu wohnen. Seine zeitweilige Obdach waren große Keramikgefäße, die damals zur Vorratslagerung genutzt wurden. Daher erhielt er später den Beinamen Diogenes in der Tonne (oder im Faß).

© Christin Kaiser