Bildung-Theorie-Praxis: Transdisziplinarität zwischen Wissenschaft, Fachpraxis und Gesellschaft

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Das bauhaus reuse auf dem Ernst-Reuter-Platz ist ein neues Zentrum für transdisziplinäre Bildung, Forschung und Beteiligung. In Kooperation mit dem Bezirk Charlottenburg Wilmersdorf, TU Berlin und UdK Berlin stellt es eine Pilot-Plattform für den „Campus Charlottenburg“ dar. Die Aufgabe der kommenden Jahre ist es modellhafte transdisziplinäre Projekte zu realisieren und gleichzeitig Strukturen zu entwickeln, die eine Verstetigung von transdisziplinärem Lernen und Arbeiten ermöglichen. Der Kern-Gedanke von Transdisziplinarität setzt auf das gegenseitige In-Wert-Setzen von unterschiedlichen Kompetenzen und Perspektiven. Die beiden Säulen sind: ein lebendiger Austausch zwischen Forschung, akademischer Bildung und fachpraktischer Ausbildung einerseits sowie zwischen Wissenschaft und Fachebene und der allgemeinen Öffentlichkeit, hier der Stadtgesellschaft, andererseits.

Der Workshop-Talk liefert dazu eine Begriffsbestimmung gegenüber aktuellen Konzepten zum transdisziplinären Dialog, hinsichtlich der Zukunft von Bildung und Arbeit, auch im internationalen Vergleich, und Impulse für eine Roadmap des Zentrums. Dies geschieht vor der Referenz zum Bauhaus, Reformpädagogik, Produktionsschulprinzip und Projektmethode. Der Ansatz am historischen Bauhaus war aus heutiger Sicht transdisziplinär. Der Forderung „wir alle müssen zum Handwerk zurück“ folgte eine neuerliche Verbindung von Praxis und Theorie, von Studium und Ausbildung. Wobei ein Ansatz von Transdisziplinarität am Bauhaus aufgrund der politischen Umstände nicht verwirklicht wurde: die gleichberechtigte Teilhabe und der produktive Dialog mit der Gesellschaft, der heute neben der übergreifenden fachlichen Zusammenarbeit verstärkt im Mittelpunkt steht.

Der Workshop-Talk lädt Gäste aus Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft. Aufbauend auf kurze Impulsreferate folgt eine Diskussion im Tischgespräch, die zur öffentlichen Beteiligung einlädt.