Dancing on Ernst-Reuter-Platz
Start 22. Mai 2021 um 14:oo Uhr
Tanzen im öffentlichen Raum – gemeinsam, offen für alle, auf dem Ernst-Reuter-Platz

“Dancing on Ernst-Reuter-Platz” bittet vom ab 22. Mai bis November zum öffentlichen Gesellschaftstanz oder “Public Plaza Dancing”. Dreimal im Monat laden sieben unterschiedliche Tanzgruppen aus Charlottenburg-Wilmersdorf zum Mittanzen ein: Tanz ist KLASSE! Education Programm des Staatsballetts Berlin, Inklusive Disco, boogie school berlin, KIZOMBA.BERLIN Tanzschule, MiSalsa Tanzschule und die Choreografin Anna Till. Organisiert von BHROX bauhaus reuse auf dem Ernst-Reuter-Platz.

2016, Projekt “Dancing in Grünau”, Foto: Shanghai, Plaza Dancing ©zukunftsgeraeusche

Über ein Jahr wurde fast nicht mehr getanzt, weder in Clubs noch in Tanzstudios. Dennoch sind auch in der Corona-Zeit neue Tanzformen entstanden. Vor allem online haben virale und globale Tanzphänomene sehr viele Menschen zeitgleich in unterschiedlichen Teilen der Welt bewegt. Wie zu “Jerusalema”: ausgehend von Südafrika und Angola entstanden Unmengen an Tanzvideos, die zeigten, es tanzen Menschen in Hinterhöfen, Mönche in Klöstern, Pflegepersonal in Spitälern, Mitarbeiter*innen in Zoos oder sogar Polizist*innen in ihren Stationen. Gleichsam ist das gemeinsame, öffentliche Tanzen im Freien eine wunderbare Alternative und in anderen Ländern seit jeher sehr beliebt. Beispielsweise in China: Stadtbewohner*innen tanzen einen selbstorganisierten Formationstanz als soziale Interaktion und alltägliches Workout – in Englisch “Public Plaza Dancing”.

Diese neue und auch alte Tradition des gemeinschaftlichen Tanzens im öffentlichen Raum führt das Stadtlabor BHROX bauhaus reuse auf dem Ernst-Reuter Platz weiter, zusammen mit Partner*innen aus sieben unterschiedlichen Tanzgruppen, Klassen, Schulen und Vereinen für einen gemeinsamen, bewegten Start in das Frühjahr 2021.

«Dancing on Ernst-Reuter-Platz» bietet vom Mai bis November und dreimal im Monat Bewohner*innen und Passant*innen ein Tanz-Angebot zur spontanen Teilnahme.

Zum Mittanzen laden beispielsweise ein: “Tanz ist KLASSE! das Education Programm des Staatsballetts Berlin”, “Inklusive Disco”, die Menschen mit Beeinträchtigung die Möglichkeit zum Tanzen bieten, “Kizomba Tanzschule”, die auch Formationen ausserhalb des angolanischen Kizomba-Tanzes wie zum Beispiel den Family-Dance tanzen oder “boogie school berlin”, die das Selbstbewusstsein von jungen Frauen über das Tanzen fördern.

Nach einem Jahr, wie dem letzten, ist es umso wichtiger sich wieder gemeinsam zu bewegen und gemeinsam einen Umgang mit der neuen Realität zu finden. Dafür ist der Tanz das optimale Medium. Mitten in Berlin, inmitten einer für manche unbekannten Verkehrsinsel mit einem Durchmesser von rund 130 Metern. Auf Distanz, verteilt in einem Raster von mindestens 1,50 Metern, unter freiem Himmel. Angesprochen werden dabei Themen wie Partizipation, Inklusion, Barrierefreiheit, Gesundheit, Emanzipation und sozio-kultureller Austausch, verbunden mit einer Sensibilisierung für den Ort, ein Gartendenkmal der Moderne, das als offene Platzanlage nach dem Leitbild der modernen aufgelockerten Stadt zur Bewegung im urbanen Raum animiert.

 

Infos Parnter*innen

Tanz ist KLASSE! Education Programm des Staatsballetts Berlin
Tanzen fördert die Kreativität, stärkt das Selbstbewusstsein, macht fit, und weckt den Teamgeist. Niemand weiß das besser als die ehemaligen Tänzer*innen des Staatsballetts Berlin. Im Auftrag des Vereins Tanz ist KLASSE! lassen sie Kinder und Jugendliche an ihrer faszinierenden Welt von Tanz und Ballett teilhaben. In Veranstaltungen, Workshops und Projekten gewähren sie Einblicke in die Trainings- und Probenarbeit, stellen Kostüme und Requisiten vor, lüften das Geheimnis der Spitzenschuhe und begleiten die Teilnehmer bei ihren ersten eigenen Tanzschritten. Außerdem bereiten sie Aufführungsbesuche vor und lassen dabei ein Stück Kulturgeschichte für die Kinder und Jugendlichen lebendig werden. So findet jeder seinen ganz persönlichen Zugang zum Ballett.
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boogie school berlin
BOOGIE SCHOOL ist mittlerweile eine 10 Jahre alte Tanz- Gesangsschule in Berlin und bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ab 3 Jahren Kurse an, in denen sie von renommierten Choreograf*innen und Sänger*innen im Bereich Tanz und Songwriting unterrichtet werden. Egal ob dick, dünn, groß, klein, vorlaut oder schüchtern, JEDES Kind hat ein Talent und dieses wollen wir fördern und vertiefen! ​Es werden Muskeln trainiert, Kreativität und Rhythmik geschult.
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Inklusive Disco (Familienentlastende Dienste)
Seit über 50 Jahren ist die Geschichte der Lebenshilfe Berlin eng mit der Geschichte der Stadt verbunden. Innovativ und wegweisend in den Angeboten, tolerant im Umgang mit Menschen, die anders sind. Seit diesem Jahrtausend stärken neue Gesetze und die UN-Behindertenrechtskonvention weiter Selbstbestimmung und Inklusion von Menschen mit Behinderung. Auch hier am Puls der Zeit, entwickelt die Lebenshilfe Berlin neue, an den individuellen Wünschen orientierte Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Immer gemeinsam mit behinderten Menschen und ihren Angehörigen.

Mit dem Programm Inklusive Disco – können Menschen mit Beeinträchtigung und ohne richtig abtanzen. Es gibt coole Musik und abgefahrene DJ`s, die so richtig einheizen.
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MiSalsa
MiSalsa in Berlin-Charlottenburg ist eine beliebte Salsa-Tanzschule und Club, die immer am letzten Samstag im Monat zur Tanzparty lädt. Dann wird ausgelassen zu Salsa, Merengue, Bachata und Latin Pop getanzt. Hier treffen sich Salsa-Liebhaber*innen, um zu der mitreißenden, karibischen Musik die Hüften zu schwingen. Der Inhaber Humberto Castillo und sein Team gewannen 2003 bereits den Gastro Award als bester Club! In der Mi Salsa Tanzschule werden aber auch unabhängig von den Partys Salsakurse für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten. Mi Salsa ist eine sogenannte All Styles Schule. Das bedeutet, in den Grundkursen werden die Grundlagen für traditionelles, klassisches und modernes Salsa vermittelt. In den Allstyles Kursen werden die differenzierten Salsa Stile, wie z, B. Cuban, Cumbia, New York, L.A. Puerto Rican sowie Son unterrichtet.
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KIZOMBA.BERLIN
Tanzschule für original angolanischen Kizomba
Die Tanzschule KIZOMBA.BERLIN wurde 2012 von Paulo gegründet, seither leitet er sie mit seinem Team. Die Kurse sind offen für alle, die original angolanischen Kizomba tanzen lernen möchten. Egal ob als Einzelperson oder als Paar, hier kannst du die Einzigartigkeit des angolanischen Kizomba kennen und lieben lernen. Es werden Anfänger- und Mittelstufenkurse angeboten. Für fortgeschrittene Kizomba Tänzer organisieren KIZOMBA.BERLIN regelmäßig Partys mit tollen DJs.
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Architektur in Bewegung Architecture in Motion
Workshop mit Anna Till (Tänzerin)
Wie hängen Architektur und Körper zusammen? Wie reagiert der Körper auf die gebaute Umgebung? Wie nehme ich Architektur sinnlich und körperlich wahr? Auf welche Weise verändert die Raumgestaltung meine Bewegungen? Welche Haltungen nehme ich ein, welche Positionen und körperlichen Impulse erscheinen unangebracht oder nicht möglich? Fokus des Workshops ist die körperliche Raumerfahrung der Bauten von Werner Düttmann. Im tänzerischen Dialog mit der Architektur werden choreografische Ansätze entwickelt. So können Körper und Bewegungen in ein neues Verhältnis zur Architektur gesetzt werden.

Anna Till (*1983) lebt und arbeitet als freischaffende Choreografin und Tänzerin in Dresden. Sie studierte „Tanz, Kontext, Choreographie“ am HZT – Hochschulübergreifendes Zentrum für Tanz in Berlin und „Angewandte Kulturwissenschaften“ in Lüneburg. Unter dem Label situation productions entwickelt sie Bühnenstücke in wechselnden Kooperationen mit Künstler*innen unterschiedlicher Genres. Ihre Projekte werden von zahlreichen Partnerinstitutionen unterstützt und im In- und Ausland präsentiert. Sie leitet Vermittlungsformate für Kinder und Jugendliche sowie Seminare und Workshops an mehreren Hochschulen. Zuletzt war sie künstlerische Mitarbeiterin am HZT Berlin. Sie ist im Koordinationsteam von TanzNetzDresden – der Platform für Künstler*innen in den Performing Arts in Dresden und Gründungsmitglied der Villa Wigman für TANZ.

 

Dancing on Ernst-Reuter-Platz, 2021
Dancing in public space – together, open to all, on the Ernst-Reuter-Platz

“Dancing on Ernst-Reuter-Platz” invites to public dancing or “Public Plaza Dancing” from May to November. Three times a month, seven different dance groups from Charlottenburg-Wilmersdorf invite you to dance along: Tanz ist KLASSE! Education Program of the Staatsballett Berlin, Inklusive Disco, boogie school berlin, KIZOMBA.BERLIN Tanzschule, MiSalsa Tanzschule and the choreographer Anna Till. Organized by BHROX bauhaus reuse on Ernst-Reuter-Platz.

2016, Project “Dancing in Grünau”, Foto: Shanghai, Plaza Dancing ©zukunftsgeraeusche

For more than a year there was almost no dancing, neither in clubs nor in dance studios. Nevertheless, new dance forms have also emerged during the Corona period. Especially online, viral and global dance phenomena have moved many people simultaneously in different parts of the world. Like “Jerusalema”: starting from South Africa and Angola, huge amounts of dance videos emerged, showing people dancing in backyards, monks in monasteries, nursing staff in hospitals, employees in zoos or even police officers in their stations. At the same time, dancing together in public outdoors is a wonderful alternative and has always been very popular in other countries. For example, in China, city dwellers do self-organized formation dance as a social interaction and daily workout – “public plaza dancing”.

The urban laboratory BHROX bauhaus reuse continues these newly forming and also old traditions of community dancing in public space on Ernst-Reuter-Platz, together with partners from seven different dance groups, classes, schools and clubs for a joint, moving start into spring 2021.

From May to November and three times a month, “Dancing on Ernst-Reuter-Platz” offers residents and passers-by a dance program for spontaneous participation.

For example, “Tanz ist KLASSE!” the Education Program of the Staatsballett Berlin, “Inklusive Disco”, which offers people with disabilities the opportunity to dance, “Kizomba Tanzschule”, which also offers formations outside of the Angolan Kizomba dance, such as the Family Dance, or “boogie school berlin”, which promotes the self-confidence of young women through dancing.

After a year like the last one, it is even more important to move together again and to find a way to deal with the new reality together. Dance is the ideal medium for this. In the middle of Berlin, in the middle of a traffic island, unknown to some, with a diameter of about 130 meters. At a distance, distributed in a grid of at least 1.50 meters, in the open air. Themes such as participation, inclusion, accessibility, health, emancipation and socio-cultural exchange are addressed, combined with a sensitization for the location, a garden monument of the modern age, which acts as an open plaza according to the model of the modern loosened-up city and encourages movement in the urban space.

More information will follow soon.