Public Vitality Lab „Prototyp Gesunde Nachbarschaften“ , © Graphic: nextlearning, 2026

 

Gesunde Nachbarschaften NEB Satellite-Event Berlin

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Am 12. Juni von 15:00 bis 18:30 Uhr laden wir ins BHROX bauhaus reuse ein – zu einem praxisnahen Public Vitality Lab im Rahmen der New European Bauhaus Festival Week.

Im Mittelpunkt steht eine einfache, aber dringende Frage: Wie können gesunde Nachbarschaften im Alltag entstehen – auch unter Bedingungen von Hitze, Starkregen, sozialem Druck, knappen Ressourcen und komplexen Zuständigkeiten?

Das Lab arbeitet mit Ergebnissen aus einem Jahr angewandter Forschung in Berliner Bezirken. Auf dieser Grundlage untersuchen wir gemeinsam, welche Entscheidungswege, Datenlagen, bestehenden Werkzeuge, rechtlichen Spielräume, Beschaffungsansätze und Kooperationsmuster relevant sind, damit gesündere Nachbarschaften praktisch entwickelt, getestet und in Verwaltungsabläufe übersetzt werden können.

Der Nachmittag bildet den Auftakt für einen gemeinsamen Prototyping-Prozess. Ziel ist es, nicht nur einzelne Ideen zu sammeln, sondern die Voraussetzungen zu klären, unter denen Verwaltung, Stadtgesellschaft, Civic-Tech-Akteure und KI-/Datenexpertise sinnvoll zusammenarbeiten können: Welche Probleme sind bereits gut verstanden? Welche Werkzeuge existieren schon? Wo fehlen Schnittstellen? Welche Anforderungen ergeben sich aus realen Verwaltungsabläufen? Und welche Prototypen wären anschlussfähig genug, um getestet und weiterentwickelt zu werden?

Gerade dort, wo digitale Werkzeuge, KI-Systeme und interoperable Software mit Daten, Schnittstellen oder Infrastrukturen öffentlicher Daseinsvorsorge in Berührung kommen, braucht Entwicklung besondere Sorgfalt. Sicherheit, Nachvollziehbarkeit, Datenschutz, technische Robustheit und klare Verantwortlichkeiten sind deshalb keine nachgelagerten Prüfsteine, sondern Teil der frühen Prozessgestaltung.

Das Lab verbindet die Berliner Werkstattreihe „Stadtgesundheit als Entwicklungspfad – Spielräume für verantwortungsvolles Verwaltungshandeln“ mit dem Thema Public Vitality und der Lernenergie rund um die Creative Bureaucracy Festival Week. Der weitere Prozess soll einen Rahmen schaffen, in dem technische Möglichkeiten gemeinsam mit Verwaltungsrealität, Gemeinwohlorientierung und sicherheitsrelevanten Anforderungen betrachtet werden.

Das Lab verbindet die Berliner Werkstattreihe Stadtgesundheit als Entwicklungspfad – Spielräume für verantwortungsvolles Verwaltungshandeln“ mit dem Thema Public Vitality und der Lernenergie rund um die Creative Bureaucracy Festival Week.

Dieses NEB Satellite-Event verwandelt den Ernst-Reuter-Platz für einen Nachmittag lang in eine temporäre Entwicklungsagentur: Wir übersetzen ambitionierte öffentliche Ziele in konkrete Handlungswege, sodass Verwaltung damit arbeiten kann, Stadtgesellschaft davon profitiert und im Quartier etwas in Bewegung kommt.

 

Warum dieses Lab?

Berlins Bezirke stehen unter wachsendem Druck: Hitzebelastung, Starkregen, alternde Infrastrukturen, angespannte Wohnverhältnisse und sozialer Stress prägen den Alltag vieler Nachbarschaften. Gleichzeitig sollen Verwaltungen Gesundheit, Klimaresilienz, Inklusion und bezahlbare Wirkung zusammenbringen – oft mit wenig Zeit, begrenzten Kapazitäten und kaum Raum zum Ausprobieren.

Genau hier setzt das Public Vitality Lab an. Wir schauen nicht nur auf neue Ideen, sondern auf die Wege, die sie möglich machen: Wer muss wann beteiligt sein? Welche Entscheidung braucht welche Grundlage? Wo gibt es rechtliche Spielräume? Welche Routinen helfen, statt zusätzliche Bürokratie zu erzeugen?

Gearbeitet wird an realen Fällen aus Berliner Bezirken. Daraus entstehen übertragbare Prototypen, zum Beispiel für:

  • bessere Entscheidungsabläufe im Alltag,
  • rechtliche und beschaffungstechnische Hebel,
  • Zusammenarbeit zwischen Abteilungen,
  • konkrete Interventionen im Stadtraum,
  • tragfähige nächste Schritte für gesündere Nachbarschaften.

Was Sie mitnehmen

Am Ende stehen nicht nur gute Gespräche, sondern konkrete Ergebnisse:

  • eine kleine Auswahl erster Prototypen zur Weiterentwicklung,
  • ein gemeinsames Protokoll: wer testet was, bis wann, mit welcher Unterstützung,
  • eine öffentliche Dokumentation der wichtigsten Erkenntnisse und übertragbaren Ansätze.Für wen?

Willkommen sind Menschen aus Berliner Bezirks- und Senatsverwaltungen, insbesondere aus Gesundheit, Stadtplanung, Umwelt, Grünflächen, Mobilität, Wohnen, Haushalt, Beschaffung und Wirtschaftsförderung.

Eingeladen sind außerdem:

  • zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für gesundheitliche Chancengleichheit, Klimaanpassung und nachbarschaftlichen Zusammenhalt einsetzen
  • Akteure aus den Bereichen Wohnen und gebaute Umwelt (Genossenschaften, öffentliche Wohnungsbaugesellschaften, KMU), die sich für bezahlbaren Wohnraum und lebenszyklusorientierte Sanierung einsetzen
  • Kultur- und Bildungseinrichtungen, die an dem Aufbau von Verwaltungskapazitäten unter Krisenbedingungen interessiert sind
  • weitere Kommunen und öffentliche Einrichtungen außerhalb Berlins, die eigene Erfahrungen reflektieren möchten und offen für übertragbare Praxisformate sind.

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