
SAXA LOQUUNTUR – SPRECHEN DIE STEINE?, © Photo: Hartmut Frank, Grafik: zukunftsgeraeusche, 2026
BHROX bauhaus reuse und Thelem Universitätsverlag laden gemeinsam mit Karl Kiem, Giacomo Calandra di Roccolino Wolfgang Voigt, Martin Boesch, Gerwin Zohlen ein zur Buchvorstellung und Podiumsdiskussion
SAXA LOQUUNTUR – SPRECHEN DIE STEINE?
Architekturgeschichte zwischen Politik und Denkmalpflege
Eine Festschrift für Hartmut Frank
Freitag, 09. Oktober 2026, 19:00 Uhr
PROGRAMM
Impulsvortrag
Karl Kiem: Das Castel del Monte neu entschlüsselt
Porträt
Olaf Bartels: Hartmut Frank. Ein Berufsleben gegen die „Steingesinnung“
Podiumsdiskussion
Hartmut Frank mit Harald Bodenschatz, Thomas Flierl, Wolfgang Voigt, Gesine Weinmiller
Moderation: Sylvia Claus, BTU Cottbus
Sind Bauten böse? Ist Architektur unerlässlich Teil einer Moralgeschichte der Gesellschaft und wie gehen wir um mit Gebäuden, die aus den „dunklen Zeiten“ stammen. Ist der Baubestand Speicher schlechter Gesinnungen oder reinigt die Zeit die Verfehlungen der Menschen, die sie bauten und nutzten?
Dahinter steckt die alte Kernfrage, ob die Steine sprechen oder nicht doch die Menschen, die mit ihnen umgehen. Hartmut Frank hat ein Forscherleben lang die These vertreten, dass die Bauten stumm bleiben und vor allem Formen und daher gesinnungslos sind. Die Menschen geben ihnen die Bestimmung und prägen sie durch die Nutzung.
Plattenbauten wie die Gebäude der „Weißen Moderne“ sind davon ebenso betroffen wie die des Wilhelminismus – in erster Linie natürlich enervieren sie die Relikte der totalitären Staaten, des Stalinismus, der Nazis wie der DDR. Und sie triggert die Hinterlassenschaft der „In-Between-Bauten“, die modern sind, aber von traditionell gesonnenen Architekten stammen. Schmitthenner, Bonatz – man könnte auch fragen, ob ein Monarchist wie Honoré de Balzac bürgerlich-demokratische Romane schreiben konnte.
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