Werkbund-Forum IBA Berlin © Grafik: IBA, 2026

Werkbund-Forum:
IBA Berlin 2034/37 im Diskurs

Mit der Internationalen Bauausstellung (IBA) Berlin 2034/37 eröffnet sich für Berlin eine außergewöhnliche Chance: Die Stadt kann erneut ihre Innovationskraft in Architektur, Stadtplanung und urbaner Entwicklung unter Beweis stellen – ganz in der Tradition der Interbau 1957 und der IBA 1984/87, die international Maßstäbe gesetzt haben.

Berlin verfügt über beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen IBA-Prozess: eine vielfältige und kreative Architektur- und Planungsszene, umfangreiche Erfahrungen aus früheren Bauausstellungen sowie wertvolle Erkenntnisse aus aktuellen IBA-Projekten im In- und Ausland. Gleichzeitig stehen zentrale Herausforderungen im Raum: ambitionierte Projekte müssen trotz begrenzter öffentlicher Mittel finanziert werden, politische und gesellschaftliche Interessen müssen in Einklang gebracht werden, und komplexe Verwaltungsstrukturen verlangen nach klaren und effizienten Prozessen.

Umso wichtiger ist es, frühzeitig einen offenen Dialog zu führen, tragfähige Strukturen zu entwickeln und eine breite gesellschaftliche Unterstützung zu mobilisieren.

Hier setzt das Werkbund-Forum IBA Berlin an. Mit einer Reihe von Veranstaltungen, Analysen und Dialogformaten bringt das Forum Fachleute aus Architektur, Stadtplanung, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Ziel ist es, den IBA-Prozess kritisch zu begleiten, neue Perspektiven einzubringen und konkrete Impulse für Themen, Orte und Projekte der IBA 2034/37 zu entwickeln.

Zwei weitere Veranstaltungen zu den Themen „Bestandserhalt“ und „Governance“ sind in Vorbereitung. Die Termine werden in Kürze bekannt gegeben.


Ausblick

#6 – Governance-Strukturen von Bauausstellungen
Am Dienstag, den 24. März 2026 um 18:30 Uhr findet im BHROX bauhaus reuse auf der Mittelinsel des Ernst-Reuter-Platzes die sechste Veranstaltung des IBA-Werkbund-Forums statt.
Im Mittelpunkt steht die Frage:
 Welche Governance-Strukturen braucht eine erfolgreiche Bauausstellung?
Die Veranstaltung widmet sich den organisatorischen, politischen und institutionellen Rahmenbedingungen, die entscheidend für das Gelingen einer Internationalen Bauausstellung sind.


Themen und Fragestellungen der Veranstaltung

Zur Governancestruktur einer IBA Berlin

Im Rahmen der Veranstaltung sollen unter anderem folgende Fragen diskutiert werden:

1) Welche Erkenntnisse lassen sich aus den Internationalen Bauausstellungen des vergangenen Jahrzehnts im Hinblick auf ihre Governancestrukturen gewinnen?

2) Welche Beiträge kann und will Berlin im Rahmen einer IBA leisten? Welche Konfliktlinien sind zu erwarten?

3) Welche Entscheidungsstrukturen und Konfliktlösungsmechanismen sind erforderlich?

4) Welchen rechtlichen, organisatorischen und kuratorischen Status sollte eine IBA-Gesellschaft erhalten?

5) Ist der vorgeschlagene Zeithorizont 2034/37 realistisch?

6) Wie kann die Stadtgesellschaft aktiviert und in den IBA-Prozess einbezogen werden?

7) Welche Qualitätsmaßstäbe („IBA Exzellenz‟) sollten für die Projekte einer IBA Berlin 2034/37 gelten?

8) Wie kann diese Qualität langfristig gesichert werden?


Ablauf der Veranstaltung

18:30 Uhr – Begrüßung
Kerstin Faber – Vorsitzende des Werkbundes Berlin e.V.

18:40 Uhr – Das Drama der Governancestruktur bei der IBA Berlin 1984/87 – ein Rückblick
Günter Fuderholz – ehemaliger Koordinator der IBA Berlin 1984/87

19:00 Uhr – Die Governancestruktur der IBA Hamburg
Uli Hellweg – Deutscher Werkbund (DWB)

19:20 Uhr – Überlegungen zu einer zukünftigen Governancestruktur der IBA Berlin 2034/37
Christian von Oppen – Stabsstelle Architektur und Stadtgestaltung, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Berlin

19:30 Uhr – Diskussionsrunde
mit den Referentinnen und Referenten
sowie als Gast Dr. Sonja Beeck (IBA-Expertenrat der Bundesregierung)

Moderation: Kerstin Faber

20:00 Uhr – Offene Diskussion

20:30 Uhr – Ausklang

 

Rückblick

#5 – Bestandserhalt
.  Am 27. Februar 2026 fand im Werkbundarchiv – Museum der Dinge die fünfte Veranstaltung des IBA-Werkbund-Forums statt. Im Fokus stand die Frage, wie der Erhalt und die Weiterentwicklung des Gebäudebestands zu einem zentralen Thema der IBA werden kann.

#4 – Wohnungspolitik
.  Am 7. Oktober 2025 diskutierten Expert:innen im Werkbundarchiv – Museum der Dinge über die Rolle der Wohnungspolitik im Kontext der IBA Berlin 2034/37.

#3 – Bauen und Umbauen für den sozialen Zusammenhalt
. Am 16. September 2025 widmete sich die dritte Veranstaltung der Frage, wie Architektur und Stadtentwicklung soziale Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken können.

#2 – Klimaangepasstes Planen und Bauen
. Am 17. Juni 2025 diskutierten Fachleute in der Werkbund Galerie Berlin über klimaangepasstes Planen und Bauen in der Metropolregion Brandenburg/Berlin und über mögliche Beiträge der IBA zu einer resilienten Stadtentwicklung.

#1 – Auftakt: IBA 2034 im Diskurs – Wo stehen wir? 
Den Auftakt bildete am 8. April 2025 eine erste öffentliche Veranstaltung des Werkbund-Forums. 
Auf Grundlage der Diskussion veröffentlichte der Deutsche Werkbund Berlin das Dossier #1: „Was können wir aus der Geschichte der IBA lernen? Erfolgsfaktoren für Internationale Bauausstellungen.“

 

Hintergrund: Warum initiiert der Werkbund Berlin diese Reihe?

Tradition und Erfahrung –  
Der Werkbund war bereits in früheren IBA-Prozessen aktiv und bringt wertvolle historische Erfahrungen in die Diskussion um die IBA 2034/37 ein.

Unabhängige Perspektive
 –  Als unabhängige Institution ist der Werkbund nicht direkt in die Planungen eingebunden und kann deshalb konstruktive, kritische und fachlich fundierte Impulse geben.

Interdisziplinärer Dialog
 –  Das Forum bringt Architekt:innen, Stadtplaner:innen, Soziolog:innen, Wissenschaftler:innen und Vertreter:innen der Zivilgesellschaft zusammen, um unterschiedliche Perspektiven miteinander zu verbinden.

Impulse für die Zukunft der IBA – 
Die Veranstaltungsreihe versteht sich nicht nur als Diskussionsplattform, sondern auch als Ideengeber für konkrete Projekte, Themen und Strategien der IBA Berlin 2034/37.

Werkbund-Forum IBA Berlin © Grafik: IBA, 2026

Werkbund Forum: IBA Berlin 2034/37 in Dialogue

 

With the International Building Exhibition (IBA) Berlin 2034/37, Berlin has an extraordinary opportunity: the city can once again demonstrate its innovative strength in architecture, urban planning, and urban development – continuing the tradition of Interbau 1957 and IBA 1984/87, both of which set international standards.

Berlin has excellent prerequisites for a successful IBA process: a diverse and creative architecture and planning scene, extensive experience from previous building exhibitions, and valuable insights from current IBA projects both in Germany and abroad. At the same time, several key challenges remain: ambitious projects must be financed despite limited public funds, political and social interests must be reconciled, and complex administrative structures require clear and efficient processes.

For this reason, it is all the more important to initiate an open dialogue at an early stage, to develop sustainable structures, and to mobilize broad support across society.

This is where the Werkbund Forum IBA Berlin comes in. Through a series of events, analyses, and dialogue formats, the forum brings together experts from architecture, urban planning, politics, academia, and civil society. Its goal is to critically accompany the IBA process, introduce new perspectives, and develop concrete impulses for themes, locations, and projects for IBA 2034/37.

Two additional events on the topics of “Preservation of Existing Buildings” and “Governance” are currently in preparation. The dates will be announced shortly.

Outlook

#6 – Governance Structures of Building Exhibitions

On Tuesday, March 24, 2026 at 6:30 PM, the sixth event of the IBA Werkbund Forum will take place at BHROX bauhaus reuse on the central island of Ernst-Reuter-Platz.

The central question of the evening is:
What governance structures are needed for a successful building exhibition?

The event will focus on the organizational, political, and institutional frameworks that are crucial for the success of an International Building Exhibition.

Topics and Questions of the Event

On the Governance Structure of an IBA Berlin

Among others, the following questions will be discussed:

1) What insights can be gained from the International Building Exhibitions of the past decade with regard to their governance structures?

2) What contributions can and does Berlin want to make within the framework of an IBA? What lines of conflict can be expected?

3) What decision-making structures and conflict-resolution mechanisms are required?

4) What legal, organizational, and curatorial status should an IBA company receive?

 5) Is the proposed time horizon of 2034/37 realistic?

6) How can urban society be activated and involved in the IBA process?

7) What quality standards („IBA Excellence‟) should apply to the projects of an IBA Berlin 2034/37 ?

8) How can this quality be ensured in the long term?

Event Schedule

 

6:30 PM – Welcome
Kerstin Faber – Chair of Werkbund Berlin e.V.

6:40 PM – The Drama of Governance Structures at IBA Berlin 1984/87 – A Retrospective
Günter Fuderholz – Former Coordinator of IBA Berlin 1984/87

7:00 PM – The Governance Structure of IBA Hamburg
Uli Hellweg – Deutscher Werkbund (DWB)

7:20 PM – Reflections on a Future Governance Structure for IBA Berlin 2034/37
Christian von Oppen – Architecture and Urban Design Unit, Senate Department for Urban Development, Building and Housing, Berlin

7:30 PM – Panel Discussion
with the speakers
and guest Dr. Sonja Beek (IBA Expert Council of the Federal Government)

Moderation: Kerstin Faber

8:00 PM – Open Discussion

8:30 PM – Closing and Informal Exchange

Review

#5 – Presewrvation of Existing Buildings. On February 27, 2026, the fifth event of the IBA Werkbund Forum took place at the Werkbundarchiv – Museum der Dinge. The focus was on the question of how the preservation and further development of the existing building stock can become a central theme of the IBA.

#4 – Housing Policy On October 7, 2025, experts discussed the role of housing policy in the context of IBA Berlin 2034/37 at the Werkbundarchiv – Museum der Dinge.

#3 – Building and Transforming for Social CohesionOn September 16, 2025, the third event focused on how architecture and urban development can strengthen social integration and societal cohesion.

#2 – Climate-Adaptive Planning and Building  – On June 17, 2025, experts discussed climate-adaptive planning and building in the Brandenburg/Berlin metropolitan region at the Werkbund Galerie Berlin, as well as possible contributions of the IBA to resilient urban development.

#1 – Kick-off: IBA 2034 in Dialogue – Where Do We Stand?The series began with a first public event of the Werkbund Forum on April 8, 2025.
Based on the discussion, Deutscher Werkbund Berlin published Dossier #1:
“What Can We Learn from the History of the IBA? Success Factors for International Building Exhibitions.”

Background: Why is Werkbund Berlin initiating this series?

Tradition and Experience
The Werkbund was already active in previous IBA processes and brings valuable historical experience to the discussion surrounding IBA 2034/37.

Independent Perspective
As an independent institution, the Werkbund is not directly involved in the planning process and can therefore provide constructive, critical, and professionally grounded impulses.

Interdisciplinary Dialogue
The forum brings together architects, urban planners, sociologists, researchers, and representatives of civil society in order to connect different perspectives.

Impulses for the Future of the IBA
The event series is not only intended as a discussion platform, but also as a generator of ideas for concrete projects, themes, and strategies for IBA Berlin 2034/37.