#31 Filmtipp von Lisa Hoffmann (Artist)

Frankreich 2018, Regie: Caroline Poggi, Jonathan Vinel, 97 Minuten

© ecce films

Die Handlung ist eigentlich Nebensache, aber die Platzierung derselben in einer nicht näher definierten dystopischen Vorstadtwelt erlaubt es, die Protagonist*innen ungehemmt ihren jeweiligen Rollenspiel-Phantasien zu überlassen – von mütterlicher Fürsorge über jungmännliche Comic-of-Age-Verwirrungen: Jungs mit Gitarre, Jungs mit Waffen, Jungs mit ganz vielen Gefühlen, die einen Ausdruck suchen. Zum Beispiel das, ein „Monster“ zu sein, welches wie in Alienfilmen hier ganz wörtlich genommen wird, und zwischen Gewaltausbrüchen tanzen dann doch alle ganz friedlich und etwas linkisch zu Jesu.
Jessica Forever vor allem visuell spannend: Der Film ist in seiner Gestaltung so zeitgemäß, dass vermutlich in nicht allzu ferner Zukunft nicht sehr viel von ihm übrig bleiben wird und folgt auch so einem rotzigen Jungend-Pathos: It’s better to burn than to fade away.

#31 Film tip by Lisa Hoffmann (Artist)

France 2018, Direction: Caroline Poggi, Jonathan Vinel, 97 Minutes

© ecce films