modern emancipation, Logo, © Grafik: zukunftsgeraeusche, 2019

Programmschwerpunkt »Modern Emancipation 2025« am BHROX bauhaus reuse

Der Programmschwerpunkt »Modern Emancipation« am BHROX bauhaus reuse umfasst in diesem Jahr (2025) eine Vielfalt an Ausstellungen, Workshops und Diskussionsveranstaltungen, die sich mit dem Thema »Women in Architecture« bzw. »Frauen in der Architektur« befassen.

Der Programmschwerpunkt verbindet unterschiedliche, trans- und internationale Perspektiven auf die Thematik. Basierend auf dem vergleichenden Blick aus Deutschland, Tschechien, Nord Mazedonien und weiteren Ländern – sowie auf die beteiligten Länder – sind es sowohl die historischen Entwicklungen als auch die heutige Situation von Frauen in der Architektur, die Aufschluss geben können wie zeitgenössische Erfolge von Frauen in der Architektur gegenüber strukturellen Ungleichheiten und Herausforderungen von damals bis heute einzuordnen und für eine bessere Zukunft relevant sind. Diese verbundenen Perspektiven erlauben es die Entstehung, Beständigkeit und die Möglichkeiten zur Veränderung von Bedingungen und Narrativen – die Frauen im Architekturschaffen vorfinden, erleben und selbst bestimmen – zu hinterfragen und neu zu denken.

Der thematische Schwerpunkt hat im Juni zum bundesweiten »WIA2025 – Women in Architecture Festival« begonnen, in dessen Rahmen verschiedene Programmpunkte am BHROX stattfanden:

Im Mittelpunkt des BHROX-Programms zum WIA2025-Festival stand das Mini-Symposium »Women in Architecture after 1945 in Czechoslovakia and Germany« am 24. Juni 2025, mit Beiträgen von Elke Krasny, Helena Huber-Doudová (NGP), Markéta Zdebská (CKA), Ursula Müller (BG), Elke Duda (n-ails), Marcela Steinbachová (Prager Tag der Architektur) und Susanne Sturm (AkB), moderiert von Simona Binko (TZB) und Robert K. Huber (BHROX). Die gleichzeitig zweite Veranstaltung der diesjährigen deutsch-tschechischen Diskussionsreihe »archint at BHROX« ist eine Initiative von BHROX bauhaus reuse und Tschechischem Zentrum Berlin (TZB), die in Kooperation mit der Architektenkammer Berlin (AkB), der Tschechischen Architektenkammer (CKA), der Nationalgalerie Prag (NGP) und der Berlinischen Galerie (BG) veranstaltet wird, gefördert durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

Ebenso zum WIA2025-Festival wurden am BHROX die Ausstellung »n-ails. Architekturskizze – Berliner Perspektiven« gezeigt sowie der Workshop »WIA_Berlin.collection. Die Stadt und ihre Planerinnen« eingeladen, der sich mit dem Aufbau eines »Women in Architecture Berlin Online-Archivs« befasste, das anhand von Kurzportraits und ausgewählten Werken die in der Berliner Baukultur tätigen Frauen der Öffentlichkeit vorstellen und dauerhaft sichtbar machen soll. Beide Programmpunkte wurden von n-nails e.V. beigetragen, wobei der Verein die WIA-Initiative, gestartet mit der ersten Festivalausgabe im Jahr 2021, maßbeglich ins Leben gerufen hat.

Im September wird der Programmschwerpunkt mit der Ausstellung »Frauen Bauen Stadt« am BHROX fortgesetzt, mit Vernissage am 16. September 2025 und geöffnet bis 25. September 2025.

Die von Wojciech Czaja und Katja Schechtner konzipierte Ausstellung wurde zuvor unter anderem in Wien (2021) und Bregenz (2022) gezeigt und stellt exemplarische das Schaffen von einem Dutzend Architektinnen, Stadtplanerinnen, Städtebauerinnen, Landschaftsarchitektinnen und Künstlerinnen aus aller Welt vor – ihre realisierten Projekte, ihr urbanes Vermächtnis und ihr Engagement für die Stadt von morgen – und vergleichbaren Projekten und Positionen aus dem Berliner Umfeld gegenüber.

Den Abschluss des Programmschwerpunkts am BHROX bildet die Ausstellung »Women Architects in the Post-Earthquake Reconstruction of Skopje«. Die Ausstellung wird von 25. November bis 14. Dezember 2025 im Rahmen der »TDM2025 – Triennale der Moderne«, der fünften Ausgabe des baukulturellen Festivals in Berlin, Dessau und Weimar, sowie des dezentralen und transnationalen Programms der Pilot-Ausgabe des »ETOM2025pilot-Festivals« der »ETOM – European Triennial of Modernism« in Kooperation mit dem BHROX präsentiert.

Die von den Kurator*innen Ana Ivanovska und Vladimir Deskov von Contineo aus Skopje konzipierte Ausstellung wurde zuvor am Museum von Mazedonien (2021) und in der MC Gallery in New York (2025) gezeigt und befasst sich mit der zweifellos bedeutendsten Periode in der jüngeren Architekturgeschichte der Stadt Skopje anhand von fünf ausgewählten Werken: dem Museum von Mazedonien von Mimoza Nestorova Tomić und Kiril Muratovski, dem Theater der Nationalitäten (ehemals Theater der Minderheiten) von Vera Ćosevska und Ljubinka Malenkova, der Stadtbibliothek »Braka Miladinovci« von Prohiria Hadji Kostova-Pešić und der Kinderbibliothek »Drugarche« von Nada Saveska sowie dem Gymnasium »Josip Broz Tito« von Vasilka Ladinska, Slavko Gjurić und Dimitar Dimitrov.

Die Diskussionsreihe »archint at BHROX« und das Mini-Symposium »Women in Architecture after 1945 in Czechoslovakia and Germany« sowie die Ausstellung »Women Architects in the Post-Earthquake Reconstruction of Skopje« sind gleichzeitig Milestone-Projekte des »ETOM NEB Labs«, das sich als offizielles Lab-Projekt im Rahmen des »NEB – New European Bauhaus« mit der Entwicklung des Trans-Europäischen Erbes und der Zukunft der Moderne mit Fokus auf Mitteleuropa befasst.

Der Programmschwerpunkt »Modern Emancipation 2025« am BHROX bauhaus reuse wird kuratiert von Robert K. Huber (Direktor, BHROX bauhaus reuse) in Zusammenarbeit mit Simona Binko (Kuratorin, TZB – Tschechisches Zentrum Berlin) und Peter Winter (Ko-Kurator und Produktionsleitung, BHROX bauhaus reuse).

Der Themenschwerpunkt »Modern Emancipation« wurde im Jahr 2019 am BHROX bauhaus reuse aufgelegt, anlässlich des transnationalen Festivals »re:bauhaus«, initiiert und gefördert durch das Goethe-Institut, und des gleichnamigen Doppel-Symposiums »Modern Emancipation« am BHROX in Berlin, gefördert unter anderem von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), und an der Nationalgalerie Prag, gefördert durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.